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Rektorats Reden © Prof. Schwinges

ANSPRACHE gehalten anläßlich des Studienjahres 1925/26 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule

von Prof. Dr. A. ROHN, Rektor.
Hochgeehrter Herr Schulratspräsident! Meine Herren Kollegen! Liebe Studierende!

Dem Vorbilde der meisten meiner Vorgänger entsprechend, beabsichtige ich wiederum heute, am Eröffnungstage des neuen Studienjahres, nicht —eigenen Neigungen folgend — über die von mir vertretenen Gebiete zu berichten, sondern vielmehr der Gesamtheit unserer Hörer und namentlich den neu aufgenommenen Studierenden dadurch zu dienen, daß ich versuche, durch Darstellung der Ausbildungsziele unserer Hochschule die Grundlagen des erfolgreichen Zusammenarbeitens unserer studierenden Jugend mit ihren Lehrern festzusetzen.

Ich hoffe, liebe Studierende, daß Sie meine Worte nicht als die Äußerungen allein des Lehrers, der später mit Wohlgefallen Schulerfolge beurkunden möchte, betrachten werden; ich hoffe viel eher, daß es mir gelingen wird, wie ein älterer Kollege zu Ihnen zu sprechen, als Ingenieur, der vor etwa dreißig Jahren an Ihrer Stelle saß und seither im praktischen Leben und an der Hochschule Erfahrungen gesammelt hat, über die er aus Pflichtbewußtsein erzählen möchte.

Die Übertragung eigener Erfahrungen auf andere ist bekanntlich eine äußerst schwierige, wenn nicht hoffnungslose Aufgabe, da Erfahrung Selbsterkenntnis, Selbsterlebnis ist. Ich versuche es dennoch, Ihnen einige Wegleitungen anzudeuten und somit mit warm empfundenen Worten Ihre Anschauungen zu beeinflussen. Es geschieht dies aus dem Bewußtsein heraus, daß die meisten unter Ihnen, die die strengere Linie des Mittelschulunterrichtes und zum Teil zugleich die Familie verlassen, wohl nicht ungern etwas hören

werden über die freiere Organisation des akademischen Unterrichtes, besonders wenn diese Orientierung, wie es beim technischen Hochschulstudium unerläßlich ist, weniger vom Standpunkt des Unterrichtes selbst, als von den Grundlagen, die das praktische Leben diesem Unterricht stellt, zu erfolgen hat.

Es ist, wenn Sie es so bezeichnen wollen, ein erstes und zugleich ein letztes Hochschulkolleg, das ich Ihnen halten möchte; ein erstes zur Einführung in unsere Studienordnung, ein letztes, weil nicht die vier Jahre, die Sie bei uns verbringen werden, für meine Worte wegleitend sein sollen, sondern die Ziele, die Sie später verfolgen werden, die Vorbereitung einer befriedigenden praktischen Tätigkeit.

Und dabei handelt es sieh in erster Linie nur um eins: die Herbeiführung eines gegenseitigen Vertrauensverhältnisses zwischen Ihnen und uns. Als Ihre Vorgänger auf gleichem 'Wege haben Ihre Lehrer nur das eine Ziel, Ihnen nach Maßgabe Ihrer Eignung zu helfen, jeder von uns natürlich in seiner Art.

Meine Herren!

Bevor ich zur Besprechung unserer Ausbildungsziele übergehe, möchte ich, wie üblich, einige Angaben über die Aufnahme von Studierenden in das erste Semester des Studienjahres 1925/26 folgen lassen; vergleichsweise füge ich auch die Zahlen des letzten Jahres hinzu:

Studienjahr
1925/26 1924/25
Zahl der für das erste Semester angemeldeten
Studierenden (unter Abzug zurückgezogener
Anmeldungen) 369 388
Zahl der Aufnahmen auf Grund von Maturitäts-Zeugnissen 247 266
Zahl der angemeldeten Studierenden, die sieh
einer Aufnahmeprüfung unterzogen haben 122 122
Hiervon hatten Erfolg 89 91
Gesamtzahl der neu aufgenommenen Studierenden 336 357
Wovon Ausländer 84 94
Die neu aufgenommenen Studierenden verteilen
sich auf die einzelnen Abteilungen wie
folgt:

Studienjahr 1925/26 1924/25 1. Abteilung für Architektur 29 20 II. " " Bauingenieurwesen . . . 41 44 III. " " Maschineningenieurwesen und Elektrotechnik . . 139 168 IV. " " Chemie 40 46 V. ',, " Pharmazie 7 13 VI. " " Forstwirtschaft 6 6 VII. " " Landwirtschaft 40 40 VIII. " " Kulturingenieurwesen . . 4 8 IX. " " Fachlehrer in Mathematik und Physik 11 6 X. " " Fachlehrer in Naturwissenschaften 4 6 XI. " " Militärwissenschaften . . 15 —

Aus diesen Angaben entnehmen wir, daß die Zahl der Aufnahmen gegenüber dem Vorjahr noch etwas abgenommen hat, eine Erscheinung, die 1921 einsetzte, nachdem 1918 die Höchstzahl der Neuaufnahmen mit 581 erreicht wurde. Diese Abnahme ist eine durchaus normale Folge der Kriegs- und Nachkriegsereignisse.

Die Ursachen der Frequenzabnahme liegen vor allem in der Verarmung der Staats- und Gemeindewesen, die nicht mehr im gleichen Maße wie früher belebend auf das Gebiet des Bauwesens, der Industrie, der Volkswirtschaft einwirken können. Denken wir z. B. an die zahlreichen Bahnen, die vor 10 bis 15 Jahren in der Schweiz im Bau begriffen waren: Lötschbergbahn, Simplontunnel II, Bodensee-Toggenburgbahn, Rhätische Bahn und andere — Bauwerke, die durch ihre Vielseitigkeit zahlreichen Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen Beschäftigung verschafften.

Von jeher sind auch zahlreiche Absolventen unserer Hochschule nach dem Auslande gezogen; sie waren dort beliebt wegen ihrer Arbeitsfreude und ihren gleich guten theoretischen und praktischen Kenntnissen. Die Kriegsfolgen haben diese Auslandstätigkeit erschwert, während anderseits zahlreiche Auslandsschweizer, ermüdet durch die Kriegswirren, zur Heimat zurückkehrten.

Wir bedauern also keinesfalls die festgestellte Frequenzabnahme; die Arbeitslosigkeit ist heute noch größer für die gelehrten als für die übrigen Berufe. Die Aussichten für Mediziner und Juristen sind gleich ungünstig wie für die Absolventen technischer Hochschulen.

Die eingetretene Frequenzabnahme muß anhalten bis zur Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse, wozu vor

allem eine Stabilisierung ihrer politischen Grundlagen nötig ist. Jedenfalls ist zu wünschen, daß die verminderte Frequenz anhalte, bis sich das Gleichgewicht einstellt zwischen dem Angebot und der Nachfrage bezüglich akademisch gebildeter Kräfte.

Vor allem müssen die Hochschulen heute verhindern, daß die Frequenzabnahme irgendwie eine Herabsetzung der Aufnahmebedingungen veranlasse. Wir wissen, daß unsere Aufnahmebedingungen, z. B. bezüglich Anerkennung ausländischer Maturitätszeugnisse, strenger sind als diejenigen anderer Hochschulen; es mögen dabei Ungerechtigkeiten vorkommen, namentlich infolge der Unmöglichkeit, ausländische Verhältnisse ihrer Vielgestaltigkeit wegen einwandfrei beurteilen zu können. Alle unsere Erfahrungen deuten jedoch darauf hin, daß nur strenge Aufnahme- und Diplombestimmungen den Wert unseres Diplomes hochhalten lassen; unsere Ehemaligen legen ein beredtes Zeugnis hiefür ab und unterstützen auf Grund vielseitiger Erfahrungen unsere straffen Bedingungen. Auch auf geistigem Gebiet darf die Schweiz nur Qualitätsarbeit leisten.

Liebe Studierende!

Meine Betrachtungen über die heutigen wirtschaftlichen Verhältnisse führen mich in erster Linie dazu, mit Ihnen die Frage Ihrer Eignung zum Studium an unserer Hochschule, Ihrer Begabung für dasselbe zu prüfen. Je schwieriger die Verhältnisse, unter welchen Ihre praktische Tätigkeit sich entwickeln wird, sind, um so mehr ist diese Prüfung — die nur zum Teil durch Ihre Maturitätsausweise oder durch unsere Aufnahmeprüfung vorgenommen wird — angezeigt.

Vor zwei Jahren sagte ich an dieser Stelle, daß das praktische Leben nicht den Hochschulabsolventen als solchen, sondern lediglich den Träger der erworbenen Kenntnisse würdigt, und daß es andere, steinigere Wege gibt als diejenigen der Hochschule, auf welchen sich Wissen und Können, bei härterer Probe auf Charakterzähigkeit, aneignen lassen. Auch mit diesen Worten, die mancherorts falsch interpretiert worden sind, habe ich diese Frage der Eignung zum Beruf berühren wollen, um unsere Studierenden darauf aufmerksam zu machen, daß das Hochschulstudium ein relativ bequemer Weg ist, um Kenntnisse zu erwerben, aber vielleicht nicht so einwandfrei den Nachweis der Eignung

und der Charakterstärke erbringt wie das Hinaufarbeiten durch eigenes Studium, durch eigene Kraft.

Es ist schwierig, an dieser Stelle Richtlinien zur Prüfung der Begabung, der Eignung zum Beruf zu geben; es wäre mir überhaupt unmöglich, dies zu tun für diejenigen unserer Abteilungen, die meiner Fachrichtuntg fern liegen. Diese Prüfung sollte in erster Linie durch Rücksprache mit bewährten Fachleuten erfolgen. Jedenfalls hoffe ich, daß Sie alle, die heute Ihre Studien beginnen — und vielleicht auch verschiedene unserer Studierenden höherer Semester — eine genaue Analyse Ihrer Eignung, Ihrer Fähigkeiten, Ihrer Charaktereigenschaften bereits vorgenommen haben oder sonst noch vornehmen werden. Ich setze voraus, daß Sie sich aus innigster Überzeugung für einen bestimmten Beruf ausbilden wollen, und daß für diesen Entschluß weder Familientraditionen, noch die Absicht, erst später den Kampf ums Dasein zu beginnen, noch Hoffnungen auf bestimmte Unterstützungen beim Beginn der Praxis, noch eventuell eine spezielle, günstige — aber jedenfalls großen Schwankungen ausgesetzte Konjunktur in Betracht fallen.

Sie betreten also unsere Schwelle im Bewußtsein, daß die gewählte Fachrichtung nicht nur diejenige ist, für welche Sie eine laue Neigung empfinden, sondern für welche Sie sich mit allen Kräften, ja mit Begeisterung einsetzen wollen. Dann werden Sie auch — trotz aller Schwierigkeiten der heutigen Zeit — Befriedigung in der Ausübung des Berufes finden.

Ohne tiefe Freude am Beruf und an dessen Vorbereitung ist das Studium verfehlt. Diese Freude wird übrigens keine ungeteilte sein; sie wird auch Schattenseiten kennen, schon allein wegen der Zweiteilung unseres Unterichtes, der in einen theoretisch-vorbereitenden und in einen den wissenschaftlichen Anwendungen gewidmeten Teil zerfällt. Auch der tüchtige Studierende wird eine Vorliebe für die eine oder andere dieser Richtungen besitzen.

Die Erforschung der Naturgesetze, das Studium von Bauwerken, die sich der Natur würdig angliedern, die Mitarbeit bei den in rastloser Entwicklung und Umwandlung begriffenen Anwendungen der Naturgesetze, die Mitwirkung an der Besserung der Lebensbedingungen der Menschheit, die Einordnung der Technik in die Wirtschafts- und Rechtslage, die den Staat in geordneten Bahnen sich bewegen läßt — dies sind nur einige der Begriffe, die die Berufsfreude des Ingenieurs begründen.

Die Begabung oder Eignung für einen technischen Beruf ist, wie bereits gesagt, schon deshalb nicht immer leicht zu erkennen, weil für die Mehrheit unserer Studierenden die ersten Semester vorwiegend theoretischen Studien gewidmet sind, während die höheren Semester neben dem Wissen das Können vermitteln und eine zum Teil wesentlich andere Einstellung erfordern. Sobald der Studierende erkennt, daß er sich über seine Begabung getäuscht hat, soll er umsatteln. Die rechtzeitige Erkenntnis dieser Notwendigkeit wird vor späteren, herberen Enttäuschungen schützen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse verlangen übrigens auch manchmal ein späteres Umsatteln, nach einigen Jahren praktischer Tätigkeit. In Europa, bei der Spezialisierung, die die sehr entwickelten Hochschulstudien mit sich bringen, ist jedoch eine spätere Änderung der Berufsrichtung viel seltener als in Amerika z. B., wo die Hochschule mehr dazu dient, allgemeine wissenschaftliche Grundlagen zu pflegen, die eine Anpassung an die sehr verschiedenartigen und freieren wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes ermöglichen.

Wer nun diese Freude am technischen Beruf und an dessen Vorbereitung in sich birgt, der wird auch, sogar unbewußt, ideale, optimistische, frohe Lebensanschauungen pflegen. Diese klare Lebensauffassung ermöglicht zunächst die Konzentration auf die Aneignung von Kenntnissen und die Anwendungen des Wissens, bei Vermeidung weitgehender Ausblicke materieller Art.

Es steht jedem jungen Manne frei, seine Laufbahn nach materiellen oder idealen Richtlinien vorzubereiten. Die materiellen Rücksichten unterbinden jedoch das Hochschulstudium, welches lange Vorbereitungen und schwierige erste Praxisjahre verlangt. Die idealen Bestrebungen, die aus der Berufsfreude entstehen, gipfeln in der Gleichbewertung einer freien, eigenen Aspirationen entsprechenden, geistesbildenden, schöpferischen Tätigkeit mit einem Lohnwert. Dieser ideale Lohn, der freie, stets für Neubildungen empfängliche Geist, die schöpferische Tätigkeit des Akademikers, müssen zunächst dazu genügen, manche materielle Entbehrung zu überwinden. Übrigens darf auch hier festgestellt werden, daß eine der ungünstigsten Folgen des Krieges eine wesentliche Zunahme der materiellen Bedürfnisse aller Volksschichten war; ganz besonders leidet die Schweiz unter oft rückhaltlosen Anforderungen an Lebensbequemlichkeiten.

Sollte nicht auch bezüglich der Besserung dieser Verhältnisse, bezüglich einer Vereinfachung der Lebensansprüche, wie auf anderen Gebieten, der Akademiker wegleitend auftreten!

Liebe Studierende!

Sie, wie wir älteren Semester, werden später oft auf die Studienjahre, diese freiesten Lebensjahre, zurückblicken. Trotz aller Studien- und Diplomsorgen richten Sie ja ihre Arbeit stets nach freiem Ermessen ein. Nur wenige unter Ihnen werden Gelegenheit haben, bereits auf der Hochschule das "Arbeiten" zu lernen, wie es die Praxis versteht. Sie entbehren naturgemäß auf der Hochschule — und ich gönne es Ihnen von Herzen — des Zwanges, den das praktische Leben, mit seinen zahlreichen Verzahnungen, ausübt. Sie entbehren aber auch damit auf der Hochschule der Freude des überladenen Arbeitstisches des schöpferisch und produktiv tätigen Praktikers, des überladenen, Tagesprogrammes, des Gefühles, nützlich zu sein. Diese Freude steht Ihnen, für spätere Zeiten, wenn Sie selbständig sein werden, bevor.

Die zweckmäßige Einteilung der Arbeit, ihre Organisation, lassen sich jedoch auch an der Hochschule gut üben. Vor allem soll gleichmäßig gearbeitet werden, und nicht nur, wenn Diplomprüfungen in Aussicht stehen; Sie werden ferner Zersplitterung vermeiden und sich bemühen, Ihr Arbeitsprogramm klar und. einfach zu ordnen, und Ihre Arbeitsweise sorgfältig pflegen.

Was wir ferner auch auf der Hochschule als Vorbereitung auf das praktische Leben üben können, ist die besonders intensive Behandlung derjenigen Gebiete, die uns weniger nahe liegen, und die wir deshalb vernachlässigen; meistens lassen sie sich leichter bewältigen als geahnt wird, und so wird die Furcht vor einer bestimmten Arbeit bekämpft. Und so werden Sie allmählich lernen, jedoch erst abschließend infolge der Notwendigkeiten des praktischen Lebens, daß nur der vielbeschäftigte Mann immer noch mehr leisten kann.

Der Unterricht an unserer Hochschule vermeidet einerseits — wenigstens für die Allgemeinheit — eine weitgehende theoretische Vorbereitung, sowie anderseits rein praktische Betätigung, die nur die Praxis, mit allen ihren Anforderungen,

zu vermitteln vermag. Unsere Hochschule sucht Männer auszubilden, die Übung besitzen in der Anwendung wissenschaftlicher Grundlagen, und sich somit, bei günstiger Veranlagung und bei günstigen äußeren Verhältnissen, zu leitenden Männern unserer Industrie und Volkswirtschaft ausbilden werden.

Die Organisation unseres Unterrichtes ist zweifellos eine straffe. Der Ingenieur hat in erster Linie mit den Begriffen Zeit und Geld zu rechnen; auch der Ingenieurkandidat wird mit diesen Werten rechnen und dementsprechend seine Studien in kürzester Frist abzulegen suchen. Zur Erleichterung dieser Aufgabe sind die Normalstudienpläne aufgestellt worden, die die logische Reihenfolge, die Verkettung, den systematischen Aufbau, das zweckmäßige Aneinanderreihen der Disziplinen darstellen. Zweifellos erfordert das Studium nach Maßgabe der Normalstudienpläne eine geordnete Arbeitseinteilung, ein gleichmäßiges Arbeiten.

Immerhin verfolgt der Normalstudienplan nur den Zweck, diese systematische Gliederung des Studiums anzudeuten, ohne irgendwie die Dauer des Studiums vorschreiben zu wollen. Zahlreiche Faktoren, die durchaus zu würdigen sind, lassen eine Verlängerung der Studienzeit begründen.

Unser Studium ist somit nur straff vorgezeichnet für diejenigen, die in kürzester Frist, in sieben bis acht und einem halben Semester, ihr Diplom erlangen wollen.

Die Studierenden, die den Normalstudienplan einhalten wollen, werden natürlich auch die Übungen in der angegebenen systematischen Reihenfolge besuchen, um die später anschließenden Übungen höherer Semester mit Erfolg belegen zu können. Sobald der Kontakt mit dem Lehrstoff und der Kontakt zwischen Übung und Vorlesung verloren geht, tritt nur zu leicht Entmutigung ein, die Zeitverlust und Mißerfolge verursacht.

Wer nach dem Normalstudienplan studiert, wird auch danach trachten, die Vordiplomprüfungen zu den frühesten Terminen abzulegen, ansonst die Vorbereitung auf das Diplom den Übungen höherer Semester zum Nachteil wird.

Das Üben im Können, die Anwendung des Wissens, die der Vorbereitung des technischen Berufes eigen sind, verlangt an der technischen Hochschule einen stetigen Kontakt

zwischen den Studierenden und ihren Lehrern, der, wenn er einerseits manchmal als Eingriff in die Studienfreiheit aufgefaßt wird, doch anderseits sehr dazu geeignet ist, das gegenseitige Vertrauensverhältnis zu gründen, das wir als wesentliche Grundlage des Erfolges der Studien betrachten.

Ich erwähnte bereits die Studienfreiheit, das Merkmal der reiferen jungen Männern zugänglichen Hochschulstudien. Sie ermöglicht es jedem Studierenden, nach eigenem Ermessen seine Studien einzuteilen, insofern als die notwendigen, vorbereitenden Fächer vorab besucht wurden. Ich gebe ohne weiteres zu, daß die Studienfreiheit an unserer Hochschule, wenigstens an den größeren Abteilungen, infolge der Eigenart der technischen Studien, nicht unwesentliche Einschränkungen gegenüber einigen anderen Richtungen des Hochschulstudiums erfahren hat. Diese straffere Organisation liegt jedoch durchaus im Rahmen der Vorbereitung auf den Ingenieurberuf, der noch weit schwerere Fesseln auf uns legen wird; denken wir nur an die Verantwortung und Gebundenheit des Leiters irgend eines technischen Unternehmens!

Nun, das wesentlichste hei Ausübung der Studienfreiheit ist, die Studien so einzurichten, daß dabei die Arbeitsfreude nicht leidet und innere Befriedigung empfunden wird; oder andere ausgedrückt: wir müssen der Pflichten bewußt sein, die jede Freiheit uns auferlegt.

Jeder Hochschullehrer setzt sich die Behandlung der wissenschaftlichen Grundlagen seines Fachgebietes zum Ziel; er sucht hiebei soweit möglich weniger aktuelles, belastendes Material beiseite zu lassen, um der Gegenwart und der Zukunft vorzuarbeiten, um den Weiterausbau anzuregen. Die rastlose Entwicklung der Technik verlangt vorn Dozenten einen stetigen Ab- und Aufbau seines Lehrstoffes.

Wenn auch die Übungen der höheren Semester einen größeren Umfang annehmen, und hiebei wirtschaftliche Erwägungen in höherem Maße mitspielen, so werden zwar auch dort nur grundsätzliche Gesichtspunkte behandelt. Die Hochschule ist nämlich nicht dazu da, der Praxis vorzugreifen, sie kann es nicht und soll es nicht. Sie kann es nicht, weil sie das Milieu, die Anforderungen der Praxis nicht ersetzen kann; sie soll es nicht, weil es nur auf Kosten der wissenschaftlichen Ausbildung, die nur von der Hochschule vermittelt werden kann, gehen würde. Auch

soll die Hochschule nicht das Interesse für die praktische Weiterbildung vorweg abschwächen.

Vor einem Jahre hat unsere Hochschule die früheren Einschreibebogen durch ein Einschreibeheft ersetzt, welches zugleich als Aufnahmeurkunde gilt, und in welchem die Dozenten die ordnungsmäßige Erledigung der Übungen und Praktika durch das sog. Schlußtestat — und auf Wunsch der Studierenden (für Stipendiaten z. B.) durch Leistungsausweise — bescheinigen.

Die besonderen Bestimmungen des Diplomregulativs geben an, welche Schlußtestate beizubringen sind, um zu den verschiedenen Stufen der Diplomprüfungen zugelassen zu werden; diese Zulassungsberechtigung wird ebenfalls im Einschreibeheft eingetragen; dieses Heft gibt ferner Auskunft über das Bestehen der Diplomprüfungen und dient als Abgangszeugnis.

Es wird das Ziel eines jeden unter Ihnen sein, das Diplom zu erwerben. Je nachdem wie sich Ihre Laufbahn entwickelt, wird das Fehlen eines Diploms sogar im reifen Mannesalter nachteilig sein. Prüfungen sind gewiß kein mustergültiges Mittel, um den Nachweis erfolgreicher Studien zu erbringen; oft wird eher studiert mit Rücksicht auf die Prüfungen, als im Hinblick auf die Vertiefung der Kenntnisse und die Übung im logischen Denken; immerhin ließ sich bisher nichts Besseres an Stelle der Prüfungen einführen.

Jedenfalls verlangt die Praxis von unsern Hochschulabsolventen ein qualifiziertes Abgangszeugnis, welches auch in Form eines Einschreibeheftes mit Schlußtestaten beigebracht werden kann.

In allen europäischen Ländern erleichtert die Vorlage des Diploms oder eines qualifizierten Abgangszeugnisses sehr die ersten Anstellungen; in Nordamerika wird meistens auch auf die praktische Brauchbarkeit des Bewerbers im Bureau, auf dem Bauplatz oder in der Werkstätte abgestellt.

Gewisse Abteilungen legen einen großen Wert auf die Ablegung einer praktischen Lehrzeit. bevor das Diplom erworben

wird, so die Abteilungen für Architektur, Maschineningenieurwesen und Elektrotechnik und andere mehr.

Wenn die Hochschulbehörden darauf verzichten mußten, diese praktische Lehrzeit als Obligatorium zu bezeichnen, so geschah es nicht, weil sie nicht den eminenten Wert dieser Praxis anerkennen, sondern lediglich weil es außerhalb ihrer Macht steht, diese Praxis mit Bestimmtheit vermitteln zu können.

Wenn Sie also keine Gelegenheit haben, ein Jahr oder ein halbes Jahr, eventuell in Verbindung mit Militärdienst, in der Praxis zu verbringen, so benützen Sie jedoch jede freie Stunde, besonders die Ferienzeit, um praktisch zu arbeiten, um die manuelle Fertigkeit auf denjenigen Gebieten zu erlangen, auf denen Sie später führend vorstehen sollen.

Diese praktische Lehrzeit wird Sie ferner mit den wirtschaftlichen und sozialwirtschaftlichen Grundlagen technischer Unternehmungen, sowie mit den wesentlichsten Eigenschaften, die der leitende Techniker besitzen muß, vertraut machen; das sind vor allem die Geistesgegenwart und die schnelle Entschlußfähigkeit.

Betrachten Sie es nicht — während einer Ferienpraxis z. B. — als unter Ihrer Würde liegend, die Stelle eines Arbeiters auf dem Bauplatz oder in der Werkstätte zu bekleiden; diese Tätigkeit wird Ihnen auch von großem Nutzen sein zur Beurteilung der Mentalität des Arbeiters, der Bedingungen, unter welchen seine Leistung verbessert werden kann, bei richtigem Empfinden für seine sozialen Ansprüche.

Unsere Hochschule besitzt eine eigenartige Organisation in ihrer XII. Abteilung, der allgemeinen Abteilung für Freifächer. welcher die Abendstunden von 17 bis 19 Uhr freigehalten werden. Sie finden dort unter anderem eine reiche Auswahl an Vorträgen, philosophischen, staatswissenschaftlichen, historischen und politischen Inhaltes.

Das Ziel dieser Abteilung ist vor allem die Pflege der allgemeinen Bildung, die Sie besonders in ethischer Hinsicht fördern und Sie von technischen Gebieten ablenken wird, zur Vermeidung der Einseitigkeit, die dem Techniker oft vorgeworfen wird.

Sie werden an unserer XII. Abteilung eine willkommene Gelegenheit der Weiterbildung auf sprachlichem, historischem, volkswirtschaftlichem Gebiet finden, die dem

Techniker, dessen Tätigkeit mehr als diejenige irgend eines anderen Akademikers, keine Landesgrenzen kennt, besonders von Nutzen sein wird.

Anläßlich meiner letztjährigen Ansprache habe ich kurz die volkswirtschaftliche Ausbildung unserer Studierenden gestreift. Ich versuchte nachzuweisen, daß die Technische Hochschule auf volkswirtschaftlichem, wie auf technischem Gebiet, wissenschaftliche Grundsätze vermitteln soll; ich nahm jedoch Stellung gegen den Ausbau einer Technischen Hochschule zu einer solchen für Technik und Wirtschaft, dies in der Meinung, daß es besser sei, das eine gut zu lernen, statt halbes auf zwei Gebieten zu leisten. Meine damaligen Worte sind zum Teil mißverstanden worden; sie wurden sogar als Herabsetzung der Bedeutung wirtschaftlicher Gesichtspunkte bezeichnet. Wer als Ingenieur tätig war, der weiß, daß Technik und Wirtschaft untrennbar sind; der weiß, daß ein nicht wirtschaftlich denkender Techniker kaum brauchbar ist, der weiß aber auch, daß der junge Ingenieur erst dann den Wert wirtschaftlicher Überlegungen voll erfaßt, wenn er im Leben steht, wenn er seine auf der Hochschule erworbenen technischen Kenntnisse so weit anwenden kann und so weit beherrscht, daß er sie nunmehr im Geiste wirtschaftlicher Betrachtungen erweitern, beziehungsweise verbessern kann. Jeder junge Ingenieur wird sich dieser neuen Aufgabe, die vor allem das praktische Leben stellt, mit dem größten Eifer widmen.

Unser Unterricht sieht auch zahlreiche Exkursionen vor, die den Kontakt zwischen den wissenschaftlichen Grundlagen, die die Hochschule liefert, und ihren Anwendungen im praktischen Leben herstellen sollen. Diese Exkursionen zeigen die Vielseitigkeit der Praxis, ihr rastloses Vorwärtsstreben und erhöhen somit das Interesse am Studium, indem sie bestätigen, welchen beinahe unbegrenzten Umfang die Anwendungen der wissenschaftlichen Grundlagen annehmen und wie wertvoll die Vertiefung in denselben ist.

Die Exkursionen werden auch lehrreiche Einblicke in Betriebsfragen und ähnlichen ermöglichen.

Meine Herren!

Erlauben Sie mir noch einige Angaben zu machen über die neuen Reglemente, die seit Jahresfrist in Kraft gesetzt

worden sind. Es sind dies die vom Schweizerischen Schulrats erlassenen besonderen Bestimmungen für die Diplomprüfungen einzelner Fachabteilungen, die zum Teil nicht unwesentliche Erweiterungen und Anpassungen erfahren haben, und die vom Schweizerischen Bundesrate genehmigten allgemeinen Bestimmungen zum Aufnahmeregulativ.

Dieses neue Aufnahmeregulativ ist namentlich beeinflußt worden durch die neue eidgenössische Maturitätsverordnung.

Unsere Hochschule ist vor Jahren für Gleichberechtigung aller drei Maturitätstypen eingetreten, dies in der Voraussetzung, daß diese freie, großzügige Auffassung der Ziele des Mittelschulunterrichtes auch vor den medizinischen Berufsinstanzen Anerkennung finden werde, d. h., daß auch die Maturität der Oberrealschulen zum Studium der Medizin berechtigen würde. Das Ergebnis der Beratungen war ein anderes; die Mediziner beharrten auf einer Ergänzungsprüfung im Latein für die Absolventen der Oberrealschulen. Unsere Hochschule hätte dann allen Grund gehabt, in gleicher Eigenliebe für ihre besonderen Bedürfnisse zu sorgen; sie zog es jedoch vor, am früher bekundeten, freieren Standpunkt festzuhalten. Immerhin erklärt unser neues Aufnahmeregulativ, daß die normale Vorbereitung für die Eidgenössische Technische Hochschule in den Oberreal- oder Industrieschulen stattfindet. Wir wollen auch alles aufbieten, um diese Schulen, an deren Hebung unsere Hochschule seit Jahrzehnten kräftig mitgewirkt hat, und die uns wertvolle Dienste geleistet haben, gegen ihre Benachteiligung durch die neue Maturitätsverordnung zu schützen; dies in der Hoffnung, daß sich der Maturitätstypus C auch für die Medizinalstudien recht bald durchsetzen werde.

Die Anerkennung der Maturitätszeugnisse, die zum Eintritt in unsere Hochschule berechtigen, ist in Zukunft Sache der Eidgenössischen Maturitätskommission. Der Schweizerische Schulrat ist bemüht, eine Vertretung unserer Hochschule in dieser Kommission zu erhalten, zur Wahrung unserer eigenartigen Studienverhältnisse und zur Aufrechthaltung der Beziehungen, die wir bisher mit den Mittelschulen gepflogen haben. Wir zweifeln nicht daran, daß dieses Postulat, das eine logische Folge der Aufgabe gewisser Rechte ist, das nötige Gehör bei den zuständigen Behörden finden werde.

Das neue Aufnahmeregulativ sieht ferner die Gründung einer ständigen, fünf- bis siebengliedrigen Aufnahmeprüfungskommission

vor, welche die gesamten Aufnahmegeschäfte überwachen wird, ferner dafür zu sorgen hat, daß die Aufnahmebedingungen im Rahmen unserer Bedürfnisse und Ziele den Anforderungen, die an eine Reifeprüfung für Hochschulstudium zu stellen sind, entsprechen, und in diesem Geiste angewendet werden.

Im Laufe des neuen Studienjahres werden die letzten mit dem vor Jahresfrist eingeführten neuen allgemeinen Reglement in Verbindung stehenden Regulative ausgearbeitet werden. Es sind dies: die Geschäftsordnung und die besonderen Bestimmungen zum Aufnahmeregulativ, das Regulativ über die Zulassung von Privatdozenten und die revidierte Promotionsordnung für die Erteilung der Doktorwürde.

Der Lehrkörper zählt ferner zuversichtlich darauf, daß im Laufe dieses Studienjahres auch die seit mehreren Jahren pendenten Fragen, die sich auf seine Stellung im allgemeinen und besonders auf seine Versicherungsfragen beziehen, gemäß den Anträgen des Schweizerischen Schulrates, unterstützt durch den Chef des Departements des Innern, erledigt werden. Diese Regelung ist unerläßlich, um den Lehrkörper in diejenige Lage zu versetzen, die ihm erlaubt, im Geiste ungehemmter wissenschaftlicher Forschung sich voll und ganz seiner Bildungsaufgabe zu widmen. Wir haben diesbezüglich auch volles Vertrauen in die eidgenössischen Räte, die stets das weitsichtigste Verständnis für die Ziele der Eidgenössischen Technischen Hochschule bewiesen haben.

Liebe Studierende des ersten Semesters! -

Sie haben während der letzten Tage zum ersten Male die Bauten unserer Hochschule betreten; Sie wissen, daß hievon die meisten, unter schweren Opfern, während der Kriegszeit erstellt wurden.

Wir sind stolz auf diese Neubauten; nicht zuletzt, weil sie die hohe Einschätzung der Aufgaben unserer Hochschule und ihrer Bedeutung für die Schweiz seitens der Landesbehörden dokumentieren.

Wir sind auch davon überzeugt, daß der Schweizerische Bundesrat und die eidgenössischen Räte weiterhin, wie bisher, alles aufbieten werden, um den zeitgemäßen Weiterausbau

der eidgenössischen Hochschule zu fördern, um die bestehenden Laboratorien zu fördern, um diejenigen Institute zu gründen, die die Entwicklung der Technik erfordert, und daß die Oberbehörden überhaupt dafür sorgen werden, daß ein reges geistiges Leben in den schönen, erweiterten Bauten pulsiert.

Und Sie, liebe Studierende, werden im vorgezeichneten Geiste, im Rahmen der groß angelegten, hellen Räume unserer Hochschule ihren Studien obliegen, als würdige Gäste der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Im Laufe des letzten Jahres haben wiederum zahlreiche Unternehmungen und Verwaltungen ihr Interesse für unsere Hochschule bekundet, sei es in Form von Auftragserteilungen für Wandschmuck, sei es durch Gewährung von namhaften Beiträgen an bestehende oder in der Entstehung begriffene Laboratorien, sowie an Forschungsarbeiten einzelner Dozenten. Ich möchte insbesondere die Schweizerischen Bundesbahnen nennen, die in jeder Beziehung ein stetiges Interesse für die Entwicklung unserer Hochschule bekunden.

Den Dank an die Subvenienten der in Aussicht genommenen Wasserbau-Versuchsanstalt hoffe ich in Jahresfrist aussprechen zu können, nachdem die Durchführung dieses für die Regulierung und Ausnutzung des Wassers so bedeutungsvollen Forschungswerkes gesichert sein wird.

Liebe Studierende!

Sie alle, die heute hoffnungsvoll dem Beginn Ihrer wissenschaftlichen Fachausbildung entgegensehen, heiße ich herzlich willkommen in unseren Räumen. Ich hoffe, daß meine Worte, neben ihren ernsten Anregungen, dazu beigetragen haben, das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und uns, das ich mehrmals erwähnte, zu gründen.

Unsere Hochschule ist stolz darauf, eidgenössisch zu sein, d. h. ein Bindeglied zwischen drei Sprachgebieten zu bilden, und darüber hinaus hat sie als Eidgenössische Technische Hochschule Aufgaben zu lösen, die weit über die Grenzen unseres Landes hinausreichen. Die internationalen Wechselbeziehungen, die sich auf unseren Bänken gegründet haben, sind von jeher von Vorteil für alle Beteiligten gewesen.

Et puisque j'ai prononcé mon allocution dans la langue de la majorité de nos auditeurs, je tiens à souligner encore le caractère confédéral de notre haute Ecole en adressant aussi un souhait de cordiale bienvenue à nos nouveaux venus de Suisse Romande et du Tessin et en général à ceux auxquels la langue française est plus familière.

Je suis convaincu qu'ils s'acclimateront rapidement chez nous et qu'ils contribueront à créer avec leurs camarades de langue allemande ce milieu à mentalités si diverses et cependant concordantes, qui a de tout temps fait de notre Ecole un centre d'études particulièrement attrayant.

Quand vous aurez des difficultés, venez à nous; mes paroles d'aujourd'hui n'ont eu qu'un but, c'est de chercher à vous placer dans une atmosphère de travail joyeusement accepté et de confiance vis-à-vis de mes collègues et de moi.

Mein letzter Gruß geht an den Verband der Studierenden an der Eidgenössischen Technischen Hochschule, der unseren schlichten Eröffnungsakt durch Banner und Farben erhellt. Wenn auch wir älteren Semester den idealen Bestrebungen und den Impulsen der Jugend nicht immer so schnell folgen, wie es als selbstverständlich erscheint, so wissen wir doch, daß der Verband, als Vertretung unserer Studierenden, in besten Beziehungen zum Lehrkörper und in gleicher Zuneigung zur schweizerischen Hochschule seine Ziele verfolgt und somit der gleichen Sache wie Behörden und Dozenten dient.

Meine Herren! Das Studienjahr 1925/26, das 71. seit Gründung unserer Hochschule, ist eröffnet.