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Rektorats Reden © Prof. Schwinges

Wissenschaft als Theologie; Theologie als Wissenschaft

Wissenschaft nennen wir das Bemühen, die Gesamtheit aller Gebiete, sofern sie für uns Menschen zur Kenntnis kommen, in einem geordneten Denkzusammenhang zu erfassen, feststellend, beschreibend, deutend, in Sinnzusammenhängen gestaltend; daraus folgt einerseits eine Mehrung unseres Wissens und unserer verstehenden Erkenntnis, andererseits die Möglichkeit, kommendes Geschehen nach erkannten Regeln vorauszusehen und auf das Geschehen außer uns und in uns bestimmend einzuwirken. Jene Mehrung wissenschaftlicher Kenntnis und Erkenntnis ist nicht ein kontinuierlicher Fortschritt, sie geht vielmehr durch Krisen und Katastrophen hindurch; Ältestes wird auf einmal aktuell, was heute modern, kann morgen als veraltet erscheinen. Die Krise wissenschaftlicher Denkbemühung kann zu Zeiten so tief greifen, daß an der Möglichkeit gültiger Erkenntnis überhaupt gezweifelt und verzweifelt wird, und reiner Relativismus und Subjektivismus das Ende zu sein scheint. Wird so der Wahrheit suchende Mensch auf sich selber und seine Subjektivität zurückgeworfen, so wird gerade dadurch eine unverlierbare Erkenntnis gewonnen, die Einsicht, daß bei allem wissenschaftlichen Erkennen immer ein Subjekt dabei ist, ein Ich, das entscheidet, prüft, fordert, handelt, wagt. Gewiß kann der Gang wissenschaftlicher Forschung verstanden und beschrieben werden wie ein Geschehen, das sich mit objektiver Notwendigkeit vollzieht, bedingt durch die Forschungsgebiete, die sich der wissenschaftlichen Bearbeitung nacheinander erschließen und bedingt durch eine gewisse immanente Logik in Aufbau und Gliederung

einer Disziplin. Diese Seite der wissenschaftlichen Bemühung tritt ja am strengsten in der Mathematik zutage, deren geistiger Disziplin Platon jeden Forscher hat unterwerfen wollen, worauf auch die Inschrift hinweist, die nach einer Überlieferung über dem Eingang des Gartens in der Akademie angebracht gewesen sein soll: μηδεις άγεωμέτρητος εισίτω. Wer mathematisch-geometrischer Strenge nicht fähig ist, soll nicht eintreten. Und doch ist wissenschaftliche Forschung, Entdeckung und Gestaltung nie nur ein objektiv sich vollziehender, vielleicht dialektisch sich abspielender Automatismus, sondern es ist immer der Mensch, der an entscheidender Stelle als wissenschaftlich verpflichtete Persönlichkeit Stellung nimmt, jenen wissenschaftlichen Forschungsapparat in Gang setzt zu erneuter Fragestellung auf Grund bereits gewonnener Erkenntnisse, auf Grund auch von Vorentscheidungen und Voraussetzungen, mit denen nun einmal hypothetisch-heuristisch gearbeitet werden muß und allein gearbeitet werden kann. In diesem Sinne ist Wissenschaft nicht voraussetzungslos. Das Wort von der Voraussetzungslosigkeit als wissenschaftlichem Gebot kann nur so verstanden werden, daß es Aufgabe der Wissenschaft ist, loszukommen von solchen Voraussetzungen, die mit klar Erkanntem in Widerspruch stehen und darum weggeräumt werden müssen. Das kann ein schmerzlicher Prozeß sein; es tut weh, lieb gewordene Meinungen und Idole zu durchschauen und preiszugeben.

Wer aber vom Eros wissenschaftlicher Wahrheit berufen ist und sich hat berufen lassen, der kennt etwas, wofür er mit Leib und Leben einzutreten bereit sein muß. Er steht immer im Streit gegen herkömmliche Meinungen bei sich selbst und bei seiner Umgebung. Dankbar verehren wir jene Wissenschafter, die um ihrer Erkenntnis willen gelitten haben, Märtyrer ihrer Überzeugung, Märtyrer ihrer Berufung zur Vernunft geworden sind.

Was aber ist, fragen wir, die Macht, die solches schafft? Die Macht, die Menschen aus der Dunkelheit durch die Dämmerung ins Licht wissenschaftlicher Berufung führt, die Helligkeit des Verstandes zur Verpflichtung, das intellektuelle Gewissen gewaltiger werden läßt als das eigene Leben. Hier kommen wir

in die Nähe eines Urphänomens: Erkenntnis der Wahrheit um der Wahrheit willen. Was Wissenschaft in diesem ihrem tiefsten Sinne ist, ließe sich nur im Mythos und Gleichnis darstellen, wie es Platon versucht hat im Mythos von der Sonne und im Höhlengleichnis im 6. und 7. Buche der Politeia.

Das Wort eines Gelehrten: "Wissenschaft ist Freundschaft" sagt nichts anderes als daß Wissenschaft in Vollzug nicht möglich ist und nicht geschieht ohne den Forscher als wissenschaftliche Persönlichkeit in der befreienden und fördernden Gemeinschaft Mitforschender. Wissenschaft ist nicht, sondern Wissenschaft geschieht. Insofern ist alle Wissenschaft "cheirurgia", Tätigkeit der Hand im eigentlichen oder im übertragenen Sinn; sie ist immer ein Handeln, vollzogen von einem Menschen, der das Instrument der Wissenschaftlichkeit handhabt. Und die Fülle der objektiv gewordenen, in Büchern und Bibliotheken niedergelegten Wissenschaft? Von ihr gilt, was Schleiermacher vom Begriff des sittlichen Gutes sagt: "Es ist das durch sittliche Tätigkeit Hervorgebrachte, insofern es dieselbe auch noch in sich schließt und fortentwickelt." Das ist die Rückbeziehung der objektiv gewordenen geistigen Leistung auf die Persönlichkeit, die ihrerseits jenes geistige Gut geschaffen hat. So ist Wissenschaft in ihrem Ursprung und Wesen das Handeln der Persönlichkeit des Forschers, der die von uns erfahrbaren Sphären des Seins und Geschehens außer uns und in uns erforscht nach den strengen Regeln wissenschaftlicher Gesinnung. Daraus ergeben sich die Früchte und Erfolge, die Wirkungen und Objekte der Forschung, in denen selber noch etwas vom schöpferischen Leben des Urhebers weiterwirkt.

Von keinem Wissenschaftsgebiet kann die ihm eigene Forschungsmethode voreilig oder gewalttätig den andern Gebieten als Einheitsverfahren aufgedrängt werden. Wohl dürfen wir eine einheitlich waltende Vernunft voraussetzen, die in den verschiedenen Verfahren als dieselbe wirkt; aber Forschung z. B. im Gebiet der Ethik wird nach Objekt, Methode und Wahrheitsbegriff eine andere sein als eine denkende Erfassung der Physiologie und Pathologie einer Drüsenfunktion oder der Materialermüdung

eines Knochens oder eines Baumaterials. Hier handelt es sich um ein Gegebenes, um ein Geschehen, das in der raum-zeitlichen Wirklichkeit sich vollzieht und dessen Regelmäßigkeiten unter den Gesichtspunkten kausaler und ätiologischer Abhängigkeitsbeziehungen zu erforschen sind, wobei auch final-teleologische Betrachtungsweise, obgleich diese von anderer wissenschaftlicher Dignität ist, ihre bestimmte Bedeutung hat. Dort, in der Dimension des Sittlichen, erleben wir ein Aufgegebenes. Die Formel für das sittliche Phänomen heißt: "Berufung und Wille zur Verantwortung". Wo solches im geistigen Leben in Erscheinung tritt, da sind wir in der Sphäre des Sittlichen; wo Tatsachen des sittlichen Lebens uns begegnen, wenn auch latent oder in Andeutung und erst beginnender Bewußtheit, da macht sich immer schon etwas von den in jener Formel ausgesprochenen Merkmalen geltend.

Solche Verschiedenheit der einzelnen Wissenschaftsgebiete, die nicht auf ein einziges rückführbar sind, haben die großen Wissenschafter zu allen Zeiten erkannt und anerkannt. Kant spricht vom Primat der praktischen Vernunft und meint damit die unableitbare Eigenart und Selbständigkeit des Sittlichen; Pascal unterscheidet die Trois Ordres —corps, esprit, charité — die, getrennt durch eine distance infinie, nie ineinander übergehen können.

Wir haben versucht, ein paar Merkmale wissenschaftlicher Arbeit und Berufung auszusprechen, die alle hinweisen auf jenes unaussprechbare Urphänomen wissenschaftlicher Berufung und Gesinnung. Wer davon etwas verspürt hat, wen ein Strahl vom Lichte wissenschaftlicher Wahrheitserforschung berührt hat, der ist in Dienst genommen von einer geistigen Wirklichkeit, die ihm in den konkretesten und materiellsten Geschehnissen begegnet. Der Berufung und dem Willen zur Verantwortung als Wissenschafter kann er sich auch auf andern Lebensgebieten nicht entziehen, ohne etwas vom besten, das ihm zuteil geworden ist, zu verleugnen und in sich selber zu zerbrechen.

In aller Wissenschaft, so stellten wir fest, ist der Mensch primär dabei im Vollzug und im Gehorsam seines intellektuellen Gewissens.

Diese Überlegungen zeigen uns, daß in aller Wissenschaft ein Moment des Glaubens enthalten ist, und wäre es auch nur das Vertrauen, daß die axiomatischen Voraussetzungen unseres Denkens, die Gesetze der Logik, die apriorischen Formen des Erkennens uns nicht täuschen. Aller wissenschaftlichen Forschung geht ein Akt des Vertrauens voraus, des Vertrauens, daß das, was logisch widerspruchvoll ist, auch objektiv nicht wahr sein kann, es sei denn, daß antinomische Aussagen als vorläufige und komplementäre Betrachtungsweise mit dem Bewußtsein solcher Beschränkung gelten muß. Es gibt nun einmal Erkenntnisse, die sich nicht anders als antinomisch formulieren lassen, wobei die Vernunft es ist, die diese Grenze erkennt, anerkennt und sich selber beschränkt. Gerade die Theologie wird, wie wir sehen werden, genötigt sein, wesentliche Erkenntnisse nur antinomisch zu formulieren. Mögen wir nach dem platonischen Höhlengleichnis nur schattenhaft und indirekt erkennen, es gibt in aller Beschränktheit doch die Möglichkeit eines vorläufigen Erkennens und die Ahnung einer absoluten Wahrheit. Könnten wir überhaupt von relativen Größen reden, ohne eine absolute Größe vorauszusetzen, auch wenn wir sie nicht erkennen können? Sogar der Skeptiker, der seinen Satz "es gibt keine Erkenntnis" zum Grundsatz erheben möchte, muß an einem Punkte Halt machen; diesen Satz selber: "es gibt keine Erkenntnis" kann er nicht wiederum skeptisch in Frage stellen. Auch als Skeptiker leben wir von einem letzten intellektuellen Vertrauen, auf das wir unsere Skepsis stützen. Ein solches Vertrauen ist berechtigt, aber es ist selber nicht beweisbar, sondern eben ein Akt des Wagens und des Vertrauens, der erst Wissenschaft möglich macht.

Vertreten wir mit solchen Gedanken die These, daß Wissenschaft Theologie sei? Das ist uns ferne; aber die Erkenntnis ist nicht zu übersehen, daß Wissenschaftlichkeit nicht ein Letztes ist als intellektuell-rationale Vernunft, sondern daß sie von einem umfassenderen Akt des Vertrauens und des Wagens lebt. Nietzsche, der den Atheismus bis in seine letzten Konsequenzen durchdacht und durchlebt hat und der von sich sagte: "Ich habe

den ganzen Gegensatz einer religiösen Natur absichtlich ausgelebt", Nietzsche ist der Meinung, daß nach dem "Aufhören des Gottesglaubens" man nicht mehr von einer Gesetzmäßigkeit der Welt reden dürfe, weil im Hintergrund der Gesetzgeber mitgedacht werde; auch nicht von einem Ziel der Welt dürfe man mehr reden, denn auch das sei ein "Schleichweg" zum alten Gott. Seine "Lehre von der ewigen Wiederkehr" soll von der verkappt theologischen Frage nach Sinn und Ziel der Welt befreien. "Wer nicht an den Kreislauf des Alls glaubt, muß an den willkürlichen Gott glauben." Selbst die logischen Gesetze, die in den grammatischen Regeln in Erscheinung treten, sind ihm ein Versteck für die Religion und den alten Gottesglauben: "Ich fürchte, wir werden Gott nicht los, weil wir noch an die Grammatik glauben." Und von der Ethik meint er: "Naivität, als ob Moral übrig bliebe, wenn der sanktionierende Gott fehlt!"

Demgegenüber mag ein Forscher die Überzeugung vertreten, daß alle relative Regel, Ordnung und Sinnhaftigkeit im sittlich-persönlichen, geistigen, seelischen, physischen Leben erst sinnvoll werden unter Voraussetzung einer absoluten Ordnung, ja daß sie geradezu auf eine solche hindeuten. Es darf aber niemals die Meinung aufkommen, solche Überzeugung sei aus der Wissenschaft selbst zu gewinnen und beweisend zu erkennen, sondern umgekehrt ist und bleibt solche Überzeugung ein Glaube, den ein Forscher als Ursprung und Ziel seines Schaffens mitbringt und der ihn viele Rätsel und Geheimnisse als solche verstehen und ertragen läßt; es ist ein Glaube, von dem er als Wissenschafter sich in Dienst genommen weiß.

Wissenschaftliches Handeln im Vollzug als Glied der menschlichen Gemeinschaft: dafür ist Typus der Arzt. Ärztliches Wissen und Können, Erkennen und Handeln sind beständig umwittert von Rätsel und Geheimnis, von Leben und Sterben, Gesundheit und Krankheit, Leiden und Schmerz und Tod; der Arzt stellt des Menschen Schicksal und Handeln überhaupt dar, sind wir doch Alle berufen, aneinander wie Ärzte zu handeln. Wer könnte Leiden, Krankheit, Schmerz, Leben und Sterben realistisch ohne Illusion schauen, wer könnte in solcher Lage, die dem Menschen

beschieden ist, mutig und gelassen, energisch und vertrauend erkennen und handeln, solange er die Deutung und den Sinn nur aus der vorliegenden Wirklichkeit entnehmen zu können sucht, und nicht als meinetwegen unbewußt Glaubender sich von einer "Ewigen Macht" beauftragt fühlt, von ihr getragen, gestärkt, ermutigt und getröstet?

Und was ist akademische Freiheit in Lehre, Forschung, persönlicher Gestaltung des akademischen Lebens anderes als der Ausdruck eines unbeweisbaren Glaubens, daß nur in der Freiheit der Geist leben und der Mensch "Mensch" sein kann?

Ist das nun "Wissenschaft als Theologie"? Das wäre sie erst dann, wenn dieser Glaube zum Gottesbeweis gemacht würde. Wissenschaft ist als solche nie Theologie, das wäre ihr Sündenfall. Freilich ist es eine latente Gefahr und Versuchung für die Wissenschaft, ihrerseits Theologie zu werden als ein letztgültiger, in sich ruhender, beweisbarer Erkenntniszusammenhang, ein in sich geschlossenes absolutes System.

Zwei Gründe locken auf solch versucherischen Weg.

Einmal die Unzulänglichkeit des Menschen, der aus seiner Empfindung: "es ist nicht so, wie es sein sollte", zu einer Integration und zur Vollendung strebt mit dem Mittel der Vernunft und der wissenschaftlichen Erkenntnis.

Sodann die Einsieht in das Vorläufige und Nie-Endgültige aller wissenschaftlichen Arbeit, die manchmal fast einer Sisyphus-Arbeit gleicht. Die Versuchung lockt uns, aus wissenschaftlich erfaßbaren und vernünftig gestalteten Bezirken menschlicher Erfahrung hinauszuschreiten ins Absolute. Das wäre die Überschreitung der dem Menschen in dieser Zeit gesetzten Schranke, m. a. W. eine Vergötzung der Vernunft, der Vernunft als offenbarungsmächtigem Organ des Menschengeistes. Verführerisch war der Vernunftbegriff, als man ihm zutraute, Gott, Freiheit und Unsterblichkeit erkennend zu beweisen. Es war die Zeit, als sogar der kritische Lessing den verzweifelnden Nathan sagen läßt: Doch nun kam die Vernunft allmählich wieder. Sie sprach mit sanfter Stimm': "und doch ist Gott!"

Eine kühne Überschreitung der Grenze ist auch der Satz

Hegels in der Anrede an seine Zuhörer bei der Eröffnung seiner Vorlesungen in Berlin am 22. Oktober 1818: "Der Mut der Wahrheit, Glauben an die Macht des Geistes, ist die erste Bedingung philosophischen Studiums; der Mensch soll sich selbst ehren und sich des Höchsten würdig achten. Von der Größe und Macht des Geistes kann er nicht groß genug denken. Das verschlossene Wesen des Universums hat keine Kraft in sich, welche dem Mute des Erkennens Widerstand leisten könnte: es muß sich vor ihm auftun und seinen Reichtum und seine Tiefe ihm vor Augen legen und zum Genusse bringen."

Bei aller Abwehr dessen, was wir eine Verführung der Wissenschaft genannt haben und die Kant als "Dogmatismus"abweist, wissen wir wohl, welche Bedeutung für kulturelles und politisches Leben jene großartigen idealistischen Systeme gehabt haben und welchen Einfluß sie hatten für die Gestaltung der Universitas literarum. Es ist in unserem europäischen Lebenskreise die letzte grandiose Gesamtkonzeption der inneren Beziehung von Wissenschaft und Philosophie, in der die Theologie, wenn auch nicht faktisch, so doch grundsätzlich "aufgehoben" ist. Welchen wissenschaftlichen Forscher überkäme nicht etwa ein stilles Heimweh nach jenem Traumland, wo alle Einzelwissenschaft sich als Erkenntnis des absoluten Geistes, d. h. des Göttlichen selber, verstehen kann, und wo der absolute Geist sich in den verschiedensten Sphären von Natur- und Geistesleben manifestiert, so daß deren wissenschaftliche Erforschung immer auch Erkenntnis des Göttlichen ist.

Eine Überschätzung der Leistungsfähigkeit der Vernunft liegt auch in der Erklärung der Constitutio dogmatica de fide catholica des Vaticanum, daß "Gott als aller Dinge Ursprung und Ziel mit dem natürlichen Licht der menschlichen Vernunft aus den geschaffenen Dingen mit Sicherheit erkannt werden könne". Das ist einmal eine petitio principii; wird von "geschaffenen Dingen" gesprochen, so ist ein Schöpfer vorausgesetzt. Sodann steht hinter der Erklärung des Vaticanum das Vertrauen zu den Gottesbeweisen. Mögen diese in der Geschichte der Theologie beider Konfessionen eine große Rolle gespielt haben, mögen

sie durch den Glanz der Tradition für Viele ehrwürdig erscheinen, sie können als Leistungen des Denkens nie zum "einen und wahren Gott, unserem Schöpfer und Herrn", wie das Vaticanum meint, den Weg weisen, höchstens zu einer abstrakten Idee. Die Stringenz der Gottesbeweise selbst liegt, wie religionspsychologische Analyse zeigt, gar nicht in der logischen Evidenz, sondern sie stammt aus einem schon vorausgesetzten Gottesglauben, auf den, gleich einem umfassenden Koordinatensystem, alles Erkennen bezogen wird. Es ist die großartige Konzeption des Mittelalters in seiner mächtigsten Ausprägung, nach der alles Sein und Leben in allen menschlichen und außermenschlichen Bezirken auf Gott als Ursprung und Ziel bezogen ist. In dieser Schau ist auch das Leben der Wissenschaft als "Universitas magistrorum et scholarium" eine Lebensgemeinschaft, in der alle Erkenntnis immer zugleich Gotteserkenntnis wird im Sinne mittelalterlicher Gottesvorstellung. , ,Ancilla Theologiae" ist Ehrentitel der Philosophie, gedeutet als Gottes Güte, der unserer menschlichen Ratio die Fähigkeit verliehen hat, erkennend zu beweisen und beweisend zu erkennen, daß Gott ist, während es der Theologie vorbehalten bleibt, auf Grund der Offenbarung zu erkennen, wie Gott ist. Hier ist in wohl zu beachtendem Unterschied und mit mancherlei Vorbehalten gegenüber der menschlichen Vernunft doch in irgend einer Weise alle Wissenschaft Theologie.

Es sind und bleiben grandiose Gebäude eines stolz-demütigen menschlichen Denkens, die im Hochmittelalter wie in der Epoche des spekulativen Idealismus alle wissenschaftliche Forschung und Erkenntnis einem umfassenden Zusammenhang der Theologie eingeordnet haben und einer in der "Philosophie des absoluten Geistes" aufgehobenen Theologie.

Auf dem Wege zur Theologie ist jede Wissenschaft, die sich zur Weltanschauung erweitert mit dem Anspruch auf Denknotwendigkeit und Allgemeingültigkeit; Theologie, wenn auch in statu nascendi, ist jede Stellungnahme zur Gottesfrage, selbst im Sinne eines Positivismus, der die Gottesfrage negativ präjudiziert.

Ein auf die Weltgeschichte wirkendes Beispiel einer zur negativen

totalitären Theologie gewordenen Wissenschaft ist der Bolschewismus als atheistisch-materialistische Erlösungslehre.

Grenzüberschreitung haben wir im vergangenen Jahrhundert erlebt in jenem "Darwinismus", der die Frage nach Sinn und Ziel alles Geschehens mit einer totalitär erweiterten Lehre von der natürlichen Selektion durch den struggle for life glaubte lösen zu können. Nicht minder war eine Grenzüberschreitung von der Biologie aus die von Haeckel her bestimmte Weltanschauung. Die Psychoanalyse, in einer ihrer älteren Entwicklungsphasen, ist ähnlichen Gefahren nicht entgangen. Aber auch in neuerer Zeit sehen wir von der Gefahr, Theologie zu werden, manche Psychotherapien bedroht, die sich in ihrem Bemühen um eine umfassende Reintegration des kranken Menschen zu einer latenten theologischen Weltanschauungskonstruktion verführen lassen, der ein der christlichen Dogmatik analoges Schema zugrunde liegt: Urstand — Fall —Erlösung. Wir wenden uns nicht gegen dieses Schema an sich, sondern einzig gegen die Versuchung, daraus eine wissenschaftlich beweisbare Lehre von der "Reintegration zur Ganzheit" werden zu lassen.

Nun aber: Theologie als Wissenschaft. Wissenschaft, so sahen wir, macht in jedem Gebiete der Forschung ihre Voraussetzungen, an die sie gebunden ist, um überhaupt Erkenntnis gewinnen zu können; sie ist aber jederzeit bereit und verpflichtet, jene Voraussetzungen zu prüfen und besser zu formulieren.

Theologie ihrerseits ist gebunden an die Voraussetzung, die mit dem Wort biblische Offenbarung ausgesprochen ist. Das, worauf dieser Begriff Offenbarung hinweist, ist weder von der Wissenschaft noch von der Theologie zu begründen und zu beweisen. Es geschieht in menschlichen Formen, wird in menschlichen Formen erfaßt und weitergegeben. Gotteswort im Menschenwort zu hören und beide zu unterscheiden, das ist die Aufgabe der Theologie. Dazu bedürfen wir wissenschaftlicher Methoden und Denkschemata aus der Philosophie, Psychologie, Anthropologie,

Psychopathologie, Ethnographie, Geschichtsforschung — ich will aufhören, denn ich müßte mit Pascal sagen: La théologie est une science, mais en même temps combien est-ce de sciences! Die Theologie ist eine Wissenschaft, aber aus wie vielen Wissenschaften besteht dieses Ganze! Wenn sich freilich die Denkschemata dieser Wissenschaften an Stelle der biblischen Offenbarung setzen wollten, gabe Theologie sich auf und würde "Allgemeine und Vergleichende Religionswissenschaft".

Dieser Weg ist denn auch schon gegangen worden. Man hat versucht, einen allgemeingültigen Begriff von "Religion" zu finden, der allen Religionen zu Grunde liegt. Hören wir die Forscher, die versucht haben, einen solchen Begriff zu gewinnen: Schleiermacher spricht vom schlechthinigen Abhängigkeitsgefühl, Troeltsch vom Praesenzgefühl des Göttlichen, Rud. Otto vom Erlebnis des Heiligen, d. h. eines Numinosen, das in Erscheinung tritt als Fascinosum und als Tremendum; Heinrich Scholz findet das Präsenzbewußtsein des Göttlichen auf Grund unirdischer Eindrücke von singulärem Charakter, die den gesetzmäßigen Verlauf des Geschehens nicht als Wunder und Mirakel durchbrechen, die aber das Vordergrundsgeschehen transparent werden lassen für das Hintergründliche, Ewige und Göttliche. Das sind sicher bedeutsame Versuche als Gewinn einer Forschungsepoche und als Vorausschau zu weiteren Forschungen; aber es ist offenkundig, daß diese Antworten ebenso sehr Fragen in sich schließen, ja sogar selber mehr Frage sind als Antwort. Was ist denn, so fragen wir, dieses Präsenzgefühl, dieses Numinose als apriorische Anlage im Menschen wie als objektive Macht des Heiligen? Gewiß ist es Präsenzgefühl des Göttlichen, wenn ein Mystiker eins wird mit dem Göttlichen wie Plotin in der Ekstase "Gott wird, ja vielmehr schon ist"; und wenn Jes. 6 geschildert wird, wie der Prophet, der sich in die Gegenwart des unnahbar heiligen Gottes gestellt weiß, in die Worte ausbricht: "Weh mir, ich bin vernichtet, denn meine Augen haben den Herrn gesehen", wenn er dann entsühnt wird durch Gottes freie Tat und eine Berufung empfängt; aber zwischen dem mystischen und dem prophetischen Präsenzgefühl des Göttlichen

klafft ein unvereinbarer Widerspruch sowohl im Erlebnis wie in der theologisch-wissenschaftlichen Erkenntnis. Dort wesenhaftes Einswerden mit dem Göttlichen, hier tiefste persönliche Distanz. Es ist unmöglich, das "Präsenzgefühl" als einen einheitlichen Begriff zu gebrauchen und zur Grundlage theologisch-wissenschaftlicher Erkenntnis zu machen.

Die Religionswissenschaft drängt uns weiter zur Frage: Wer ist der Gott, der sich in den Religionen, sie alle zusammengeschaut, kundtut? Ist er heilige Persönlichkeit oder eine unpersönliche mystische Macht? Ebenso bleibt das Problem der Erlösung völlig ungeklärt und widerspruchsvoll. Wovon geschieht Erlösung? Aus der Leiblichkeit und Materialität, aus dem Kreislauf des Samsara, d. h. des Immerwieder-Geborenwerdenmüssens, aus menschlicher Schwäche, aus der Sündhaftigkeit? Wodurch geschieht Erlösung? Durch Askese, gute Werke, spekulatives Erkenntnisbemühen, Unio mystica, sakramentale Teilnahme und Übertragung des Göttlichen, oder durch das Vergebungswort und die Vergebungstat des freien persönlichen Gottes? Bekommen wir aus der vergleichenden Religionswissenschaft eine bestimmte Antwort für unsere Stellung zur Welt? Akosmistischer Theopanismus einerseits und der Auftrag, die Erde sich untertan zu machen, d. h. zu gestalten zum Dienste Gottes — stehen sich auch hier als Erlebnis wie als logischer Gegensatz gegenüber.

Wo die Wahrheitsfrage gestellt ist, da wird eine Antwort erfordert, klar und deutlich als Grundlage und Ziel des religiösen Lebens, als Antwort auf die tiefste Frage des frommen Herzens: Wie kommen Gott und Mensch zusammen? Zu einem religiösen Glauben sich bekennen, heißt etwas kennen, wofür man bereit sein muß, mit Leib und Leben einzutreten. So wird verständlich, daß Theologie, sofern sie bestimmte Aussagen machen will, nicht Religionswissenschaft sein kann und es im Grunde auch nie gewesen ist; denn es gibt keine absolut neutrale, über den Religionen schwebende Religionswissenschaft, die nicht selber letztlich in einer bestimmten Religion verwurzelt und von deren Wahrheitsverständnis über Gott und Mensch, über Welt und Geschichte

mitbedingt wäre. Vergleichende Religionswissenschaft ist als integrierender Bestandteil der Theologie von besonderem Wert wie alle vergleichende Wissenschaft. Sie hilft durch eine immanente Kritik die Eigenart der Phänomene — z. B. Gebet und Versenkung, persönliche und unpersönliche Gottesvorstellung — in ihrer wesentlichen Eigenart klarer erkennen und kann so die Entscheidung der Wahrheitsfrage vorbereiten.

Diesen Dienst leistet uns in ihrer Weise auch die Religionspsychologie, die ebensowenig die Wahrheitsfrage entscheiden, aber zu deren Vorbereitung eine freundliche Gehilfin sein kann, indem sie bei jeder Ausdrucksform religiösen Lebens zu erkunden sucht, was eigentlich gemeint sei. Gebührt nicht auch der Religionspsychologie jener liebenswürdige Titel "scientia amabilis", wenn sie uns als Religionspsychopathologie aufdeckt, wie hinter religiös erscheinendem Verhalten sich ganz andere Motive auswirken und wie echte Frömmigkeit, ja "unbewußtes Christentum" in scheinbar areligiösen Formen gelebt werden können?

Biblische Offenbarung gründet sich nicht auf einen allgemeingültigen Religionsbegriff und ist nicht dessen Ausprägung, sondern sie ist mit ihrem Wahrheitsanspruch eine individuelle, d. h. einzigartige Erscheinung, die nicht einem Oberbegriff subsummiert werden kann. Der Begriff "Offenbarung" als Selbstkundgebung Gottes enthält eine Behauptung und eine Frage, die Behauptung, daß Gott sich kund getan habe oder fort und fort sich kund tue; ferner die Frage, wo und wann und in welchen Formen Offenbarung geschehe, geschehen sei, geschehen werde. Der Begriff Offenbarung ist also nicht ein Schlüssel, dem alle Rätsel und Geheimnisse religiösen Lebens sich erschlössen, er ist selber mindestens ebenso sehr Frage, ja die Frage selber. Nicht in dem Sinne, daß Offenbarung selber in Frage gestellt würde, sondern die Frage betrifft die Ausdrucksformen.

Wenn wir versuchen, den Begriff Offenbarung zu umschreiben, so ist zunächst die negative Bestimmung zu machen, daß Offenbarung nur das sein kann, was wir nicht aus uns, aus unserm menschlichen Wesen haben und haben können. Die positive Ergänzung zu diesem ersten Satz heißt: es ist Gabe von

Gott, von Gottes heiligem Geist: Berufung, Gericht, Gnade, vollendet in Jesus Christus.

Offenbarung als Offenbarungstat des persönlich-lebendigen Gottes geschieht und kann nur geschehen in der Sphäre des Persönlichen, wo der Mensch in seinem Innersten getroffen und in die Entscheidung gestellt wird. Da gibt es kein mittleres, kein neutrales Verhalten. Gottes freies Offenbarungshandeln wird in der Bibel auch Bundschließung Gottes mit dem Menschen und den Menschen genannt; das ist die tiefste Begründung aller Gemeinschaft.

Offenbarung ist also nie eine historische Tatsächlichkeit als solche, die einfach entgegenzunehmen wäre. Der Mensch, der von Gottes Wort getroffen wird, weiß sich wie der seine Berufung vernehmende Prophet oder wie der heimkehrende Verlorene Sohn vor eine Entscheidung gestellt. Wo immer Offenbarung geschieht, da werden innere Evidenz und göttliche Autorität eins, logisch nur antinomisch auszusprechen, psychologisch vielleicht eine Strecke weit zu analysieren, aber nur bis an den entscheidenden Punkt heran.

In der Dogmengeschichte der ersten Jahrhunderte ist denn auch die Lehre von Jesus Christus zur antinomischen Formel gelangt: vere Deus, vere homo, wahrhaftig Gott, wahrhaftig Mensch. Häretisch ist es, nur von der Gottheit, häretisch ist es, nur von der Menschheit Jesu Christi zu reden; nur in beiden, logisch unvereinbaren, Formeln zusammen kommt das, was Offenbarung meint, zum wahren Ausdruck — da nun einmal solche Formeln als Grenzbegriffe unseres theologischen Denkens gefordert werden. Gewahrt aber bleibt gerade durch diese Antinomien alle Freiheit für die theologisch-wissenschaftliche Forschung und ebenso für ein aufgeschlossenes, frei gesinntes Glaubensleben und Glaubensdenken.

So kommt Theologie von der Heiligen Schrift her und will einem geklärten Verständnis erneut den Weg bereiten zu ihr hin. Die Christenheit hat sich zu jeder Zeit auf die Bibel berufen. Bei aller Zerspaltenheit ist sie darin einig, daß in diesen 66 Schriften der Bibel ein Dokument, ein Zeugnis von Gottes sich offenbarendem

Handeln vorliegt, in aller Mannigfaltigkeit, ja Offenheit der Abgrenzung des Kanons, doch eine wunderbar lebendige Einheit in ihren tiefsten und maßgebenden Gedanken. Wie das Wort "Bibel" ein Plural und ein Singular zugleich ist, so ist sowohl die bis zur Gegensätzlichkeit gesteigerte Mannigfaltigkeit biblischer Aussagen ins Auge zu fassen als auch der Charakter ihrer inneren Einheit. Individuelle Prägung der Autoren, sprachliche, politische, geographische, zeitgeschichtliche Bedingtheiten sind mit allen Mitteln wissenschaftlich zu klären. Solche Forschung wird auch nicht anders verfahren können als nach den Regeln jeder Wissenschaft, so z. B. wenn ein Text zu interpretieren ist, damit er uns sage, was und wie es der Verfasser gemeint hat, als Grundlage für das Verständnis der Sache, um die es sich handelt. Der theologische Forscher und Gelehrte ist darum in wechselseitiger Zusammenarbeit mit allen Fakultäten verbunden. Die systematische Theologie sodann will als Dogmatik, Ethik, Symbolik, d. h. Konfessionskunde, die auf Grund der Heiligen Schrift gewonnene Erkenntnis Gottes und des Menschen in ihrem innern Zusammenhang durchdenken und als gültige Norm aussprechen in strenger Beziehung auf die Forderungen und Aufgaben der Gegenwart. Wachheit und Hellhörigkeit auf das Gebot der Stunde wird von ihr gefordert. Sie wird, der ökumenischen Situation bewußt, immer auch das Verständnis beachten, das die großen Gruppen der Christenheit — Orthodoxie der östlichen Kirchen, römischer Katholizismus, Protestantismus — über die wichtigsten Fragen ihres Glaubens gewonnen und bekommen haben. Zu solchem Querschnitt durch die Christenheit der Gegenwart kommt der Längsschnitt, wie ihn Kirchengeschichte, Dogmengeschichte und Geschichte der Theologie darstellen in dem wechselnden Verständnis der Sendung Jesu Christi seit den Ursprüngen der christlichen Geschichte. So soll die Gesamtheit derer, die von Jesu Geist und Leben irgendwie berührt sind, im Bewußtsein gegenwärtig gehalten werden bei dogmatisch angemessenen Entscheidungen.

Kritisch wissenschaftliche Fragen entstehen mit innerer Notwendigkeit aus dem Glaubensleben selber. Es war z. B. ein sich

selber mißverstehender Glaube und ein am falschen Orte eingesetztes Vertrauen zum Bibelwort, als Luther die Kopernikanische Entdeckung ablehnte mit Hinweis auf Josua, der die Sonne und nicht die Erde habe stillstehen heißen. Die Heilige Schrift gibt uns nicht über Naturvorgänge Aufschluß, sondern über Gotteserkenntnis. — Oder wenn wir entdecken, daß in der Entstehung und Wandung unserer Vorstellung über Gott menschliche und allzumenschliche Vorstellungen vom eigenen Vater mitwirken können, und wenn wir nicht kurzschlüssig nach solchen Entdeckungen mit den Glaubensvorstellungen dem Glauben selber meinen den Abschied geben zu können, so wird kritische Überlegung dankbar als eine Verpflichtung und Hilfe verstanden zur Klärung und Reinigung religiösen Lebens selber. Theologie ist dann eine Wissenschaft, die, vergleichbar dem Handeln des Arztes, falsche Inkrustationen von der Gottesvorstellung ablöst, damit das wahre Gottes-Wort geheimnisvoll und kündlich wahr vernehmbar werde. Das ist das Ereignis, von dem uns alle Gottesbegegnungen in der Bibel erzählen. Gott ist immer der Ganz-Andere in seinem Ernst und seiner Güte. Wie falsch und irreführend ist es darum, Wissen und Glauben, kritisch-wissenschaftliche Aufklärung und Bibelgläubigkeit zu einander in Gegensatz zu bringen! Das bedingte Recht solcher Antithesen bleibt eine Vordergrundserscheinung; das Glaubensleben trägt in sich und fordert selber das Glaubensdenken. Zwischen Glauben und Wissen besteht vom Glauben her nur da ein Gegensatz, wo der Glaube meint, gebunden zu sein an das Weltbild aus der Zeit der Entstehung der biblischen Schriften.

Die Universität ist das intellektuelle Gewissen unseres Volkes und die Theologische Fakultät das intellektuelle Gewissen unserer Kirche. Auf dem Siegel der Theologischen Fakultät, des Evangelicus Theologorum Turicensium Ordo, steht das Wort aus Joh. 17,17

Ο ΛΟΓΟΣ Ο ΣΟΣ ΑΛΗΘΕΙΑ ΕΣΤΙ
Dein Wort ist Wahrheit.