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Rektorats Reden © Prof. Schwinges

Buridans Hirsch

Ansprache des Rektors der Hochschule St. Gallen,
Prof. Dr. Alois Riklin

Johannes Buridan, dem scholastischen Philosophen, Anhänger des Wilhelm von Ockham, Verfasser von kürzlich neuaufgelegten Aristoteles-Kommentaren 1, Rektor der Universität in Paris in den Jahren 1328 und 1340, also, wenn ich so unbescheiden sein darf, einem frühen Kollegen von mir, Johannes Buridan wird das folgende Gleichnis zugeschrieben: Ein Esel verharrt unbeweglich vor zwei gleich grossen Heuhaufen, kann sich weder für den einen noch den andern entscheiden und verhungert 2. Ich will versuchen, das Gleichnis auf die Lage unserer Hochschule zu übertragen.

Der Esel

Vergleiche hinken. Denn gewiss ist es ungebührlich, die eigene Hochschule mit einer Tierspezies zu vergleichen, die gemeinhin als Symbol der Sturheit gilt. Zwar sind wir gelegentlich störrisch, etwa wenn uns die Unmöglichkeit der Anpassung nach allen Azimuten zugemutet wird, wenn uns die einen politisches Engagement und die andern politische Abstinenz empfehlen, oder wenn die einen kritisieren, unsere Studenten seien zu «rechts», und die andern, unsere Dozenten stünden zu «links», ohne zu merken, dass wir alles in allem, während sich das Umfeld verschiebt, den ruhenden Pol in der Mitte nicht zu verwechseln mit der «dynamischen Mitte» bilden. Auch sind wir im Gegensatz zu Buridans Esel noch nicht am Verhungern. Aber es droht ein schleichender Qualitätsverlust, wenn nicht bald etwas geschieht. Schleichender Qualitätsverlust deshalb, weil das Missverhältnis zwischen Studentenzahl und räumlicher Infrastruktur die Grenze des Verantwortbaren überschritten hat. Es fällt mir schwer, nicht einen unschönen, die ganze Aula füllenden, durch Mark und Bein gehenden Eselsschrei auszustossen, sondern gelassen, aber störrisch etwa zum hundertsten Mal zu wiederholen: Diese Hochschule wurde 1963 für 900 Studenten gebaut. Heute sind es über 2000. Unsere Bibliothek platzt aus allen Nähten. Es fehlt ein grosser Hörsaal. Es fehlen Seminarräume. Und es fehlt Raum für die neue und wichtige Aufgabe der Informatik.

Was ist angesichts des Missverhältnisses zwischen Mensch und Raum zu tun? Rektor Buridan würde als Verfasser

eines Kompendiums der Logik 3 wahrscheinlich messerscharf folgern: Dann muss man entweder die Studentenzahl verringern oder mehr Platz schaffen.

Erster Heuhaufen

Dem ersten Heuhaufen in Buridans Parabel entspricht also der Numerus clausus. Es gibt Gründe für und wider Zulassungsbeschränkungen. Dafür spricht, dass die Hochschulen auftragsgemäss Qualität vor Quantität setzen sollten; der Ansturm auf die Universitäten in den letzten drei Jahrzehnten hat aber mit oder ohne Raum Qualitätseinbussen mit sich gebracht. Dafür spricht, dass ein wachsender Teil der Jungakademiker keine oder keine der Vorbildung entsprechenden Stellen finden. Dafür spricht schliesslich, dass die ausländischen Studenten auf Kosten der Steuerzahler Studienplätze in Anspruch nehmen.

Die Gegenargumente sind indessen stärker. Nehmen wir den Ausländeranteil vorweg. Für Ausländer haben wir seit den sechziger Jahren bereits einen Numerus clausus. Mit einem Anteil von 25 Prozent liegt die Zahl unserer ausländischen Studenten im Vergleich zu den andern Schweizer Hochschulen über dem Durchschnitt, verglichen mit den wirtschafts wissenschaftlichen Fachbereichen dagegen unter dem Durchschnitt. Eine Verschärfung der Zulassungsbeschränkungen für Ausländer würde wenig bringen. Denn die Mehrzahl der Ausländer müssen wir aufnehmen, weil ihre Eltern in der Schweiz wohnen und demzufolge in der Schweiz Steuern zahlen oder weil sie ein Schweizer Maturazeugnis besitzen. Im letzten Jahr waren es 90 solche Studienanfänger. Für den freien Wettbewerb im Rahmen der Ausländerprüfung standen im letzten Jahr nur gerade 60 Plätze zur Verfügung, um die sich 300 Kandidaten bewarben. Bei einer Verschärfung des Numerus clausus für Ausländer würde der freie Wettbewerb ganz entfallen. Der Verlust an Internationalität wäre auch eine Qualitätseinbusse. Vergessen wir schliesslich nicht: die ausländischen Absolventen sind besonders glaubwürdige Botschafter unseres Landes, nicht selten als Residenten von Schweizer Unternehmen im Ausland.

Zahlenmässig ins Gewicht fallen würden nur Zulassungsbeschränkungen für Schweizer und für Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz bzw. Schweizer Maturazeugnis. Da aber stellen sich Fragen über Fragen. Wie soll die Auswahl erfolgen, wenn man weiss, dass die Spitzenschüler der Mittelschule nicht unbedingt die besten Hochschulabsolventen sind, aufgrund der Maturanote, aufgrund besonderer Zulassungsprüfungen oder aufgrund von Zufall, also Losentscheid? Was ist die Matura noch wert, wenn sie nicht mehr als Eintrittskarte zur Universität gilt? Hinter der Matura steht ja keine Berufsausbildung. Wo sind die Lehrstellen für Maturi, denen der Hochschulzugang versperrt würde? Wen würden sie aus den ohnehin knappen Lehrstellen verdrängen? Ist es nicht sinnvoller, dass ein Teil der Jugend studiert, statt Jugendarbeitslosigkeit zu provozieren und die Arbeitslosenversicherung zu belasten? Dürfen wir die Jungen dafür bestrafen, dass sie das Pech hatten, in geburtenstarken Jahrgängen zur Welt zu kommen?

Die Hochschulen haben die Expansion nicht gesucht. Sie tragen jetzt die Folgen a) der Mittelschulexpansion und b) der geburtenstarken Jahrgänge. Der Schülerberg verlässt nunmehr die unteren Schulstufen und durchläuft in den nächsten Jahren als Studentenberg die Hochschulen. Das war voraussehbar. Soll jetzt zu spät auf der Hochschulstufe gestoppt werden, was zuvor auf der Mittelschulstufe mit voraussehbaren Folgen angerichtet worden ist?

Nicht voraussehbar, mindestens nicht präzis voraussehbar war die Entwicklung des akademischen Arbeitsmarktes. Die heutigen Engpässe gründen in einer Kumulation von Bildungsexpansion, geburtenstarken Jahrgängen, Integration der Frauen in den Arbeitsprozess, Wirtschaftskrise, Staats verschuldung, staatlichem Personalstopp u. a. m. Kommt dazu, dass sich arbeitslose Jungakademiker vor der Einführung der obligatorischen Arbeitslosenversicherung gar nicht arbeitslos meldeten, sondern mit Gewinn auf eigene Kosten ein oder mehrere Wanderjahre in fremden Sprachräumen zwischenschalteten.

Vorerst sind die Absolventen unserer Hochschule vor der Verknappung des akademischen Stellenmarktes nur in geringerem

Ausmass betroffen. Die jüngste Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft für akademische Berufs- und Studienberatung stellt zudem fest, dass die in den Hochschulkantonen wohnhaften Neuabsolventen stärker betroffen seien, mit Ausnahme des Kantons St. Gallen. Das hängt offensichtlich mit der massvolleren Mittelschulexpansion und der gleichmässigen Förderung aller weiterführenden Schultypen (Berufsschulen, verschiedene Mittelschulen, Technika) im Kanton St. Gallen zusammen. Indessen müssen wir uns darauf vorbereiten, dass die Beschäftigungslage auch der Absolventen unserer Hochschule in den nächsten Jahren wahrscheinlich weniger günstig sein wird, zumal dann, wenn der Trend in die Wirtschaftswissenschaften anhält. Vermutlich auch als unerwünschte Nebenwirkung der Dissuasionsstrategie anderer Fakultäten, die gemäss dem St.Florians-Prinzip lieber andere Häuser anzünden, hatten im vergangenen Jahr die wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereiche der Schweiz und allen voran die Hochschule St. Gallen die höchste relative Zunahme an Studienanfängern zu verzeichnen. Aus unserer Sicht ist dies eine unheimliche Entwicklung, der wir fast ohnmächtig gegenüberstehen. Ein Anziehen der Prüfungsschraube ist nicht zu verantworten; die im Saal anwesenden Mütter und Väter von Studierenden unserer Hochschule würden das wohl bestätigen. Und eine absichtliche Schädigung unseres Images dürfte kaum der geeignete Weg sein, sondern gehörte ins Kapitel der Schildbürgerstreiche. Nur um weniger Studenten anzuziehen, wollen wir weder schlechter werden noch schlechter erscheinen. Was wir aber ab sofort tun werden, das ist die Aufklärung der Maturanden über die mutmassliche Verknappung der Stellen für die Absolventen unserer Hochschule in den kommenden Jahren des grössten Akademikerausstosses.

Die isolierte Einführung eines Numerus clausus für Schweizer an der Hochschule St. Gallen läge schliesslich völlig quer zur gesamtschweizerischen Hochschulpolitik. Undenkbar, dass ausgerechnet der Kanton St. Gallen, der soeben die Gründung einer Hochschule für Klinische Medizin verworfen hat und der wie ein Nichthochschulkanton an die Hochschulkantone zahlen muss, weil mehr St. Galler auswärts studieren als nicht-st.gallische Schweizer an unserer Hochschule, undenkbar,

dass ausgerechnet der Kanton St. Gallen zum Numerus-clausus-Pionier wird.

Fazit: Der Esel würde den ersten Heuhaufen nur allzu gerne fressen. Wir möchten klein bleiben, und wir wären glücklich, wenn wir kleiner werden dürften. Aber das Heu wird von der Politik bestimmt nicht innert der gebotenen Frist geliefert. Der erste Heuhaufen, der Numerus clausus, ist eine Fiktion.

Zweiter Heuhaufen

Wenn die Verringerung der Studentenzahl durch Zulassungsbeschränkungen nicht möglich ist, bleibt als Alternative die Erhöhung der Raumkapazität. Dem zweiten Heuhaufen entspricht der Ergänzungsbau.

Die meisten politischen Massnahmen haben Vor- und Nachteile. Gegen den geplanten Ergänzungsbau habe ich bisher nicht ein einziges stichhaltiges Argument gehört. Nichts spricht dagegen und alles dafür. Mit dem vierteiligen Raumprogramm Bibliothek, grosser Hörsaal, Seminarräume und Räume für die Informatik ist der Ergänzungsbau auf das Notwendigste und Dringlichste beschränkt. Er erlaubt eine «Hochschule nach Mass». Es wird nicht auf Vorrat gebaut. Der Ergänzungsbau deckt lediglich den Nachholbedarf. Er ist nicht auf den in den späten achtziger Jahren zu erwartenden Höchststand der Studentenzahl ausgerichtet, sondern auf den danach hoffentlich etwas tiefer liegenden Bestand. Das inzwischen im Detail ausgearbeitete Projekt des ersten Preisträgers Architekt Bruno Gerosa ist zweckmässig, sparsam und fügt sich bestens ins Stadtbild. Die Kosten entsprechen etwa denjenigen eines Oberstufenzentrums, abzüglich des Ende letzten Jahres bereits zugesicherten Bundesbeitrages von 47 Prozent.

Das Projekt ist entscheidungsreif. Die Eselsgeduld haben wir genügend unter Beweis gestellt; denn wir warten nunmehr seit 15 Jahren. Wir reden schon so lange vom Ergänzungsbau, dass ich mich schon mehrfach gegen den Einwand zur Wehr setzen musste, wir hätten doch eben erst geba ut und schon kämen wir wieder mit neuen Forderungen. Wir sind die einzige Hochschule der Schweiz, die seit 1963 keine Neubauten errichtet

hat. Und wir sind der einzige Schultyp im Kanton St. Gallen, für den seit 1963 keine Neubauten bereitgestellt wurden (mit Ausnahme des kleinen Sprachlaborausbaus).

Ich darf bei dieser Gelegenheit doch auch einmal an die Dienstleistungen erinnern, welche unsere Hochschule jahraus-jahrein ohne viel Aufhebens erbringt. Die Dienstleistungsfunktion als dritte Aufgabe der Hochschulen neben der Lehre und der Forschung findet sich nicht in den Konzepten der Universitätsgründer und Universitätsreformer, weder bei Schelling, Fichte, Schleiermacher, Steffens und Wilhelm von Humboldt 4, noch bei Karl Jaspers 5. Sie steht auch nicht im geltenden Hochschulgesetz. Tatsächlich aber spielt die Dienstleistungsfunktion hier und anderswo eine erhebliche Rolle. Der Schweizerische Wissenschaftsrat ist mit einer Untersuchung darüber befasst und hat an unserer Hochschule eine Pilotstudie angeregt. Dem Entwurf dieser Pilotstudie entnehme ich die folgenden Zahlen: 6000 Teilnehmer an Kursen der Institute und der Weiterbildungsstufe in einem Jahr, 3000 Hörer im Rahmen des öffentlichen Programms, 1600 Besucher der Aula-Vorträge, 2800 Hörer im Rahmen unseres unentgeltlichen Referentendienstes rund um den Kanton, 38 Mann/Jahre im Rahmen von Beratungsaufträgen usw. Ich behaupte nicht, dass alle diese Leistungen unanfechtbar und von höchster Qualität seien. Aber gelegentliche Feststellungen im St. Gallerland erinnern mich manchmal an Karl Jaspers Sentenz in seinem Radiovortrag aus dem Jahre 1947 über «Volk und Universität»: «Als Universität sind wir politischen Mächten gegenüber jederzeit ohnmächtig... Wir sind ein Ort des geringsten Widerstandes. Jedes Ressentiment kann sich an uns auslassen. Es will uns oft scheinen, als begegne uns öffentlich wenig freundliche Gesinnung. Unsere Leistungen werden meistens mit Schweigen übergangen, nicht Gefallendes aber wird angeprangert. Das scheint uns nicht die Stimme des Volkes zu sein. Wir möchten allen sagen: aus dem Volke kommen wir, ihm dienen wir.» 6

Der St. Galler Steuerzahler hat wahrscheinlich ein falsches Bild von den Kosten unserer Hochschule. Berücksichtigt man nicht nur die direkten Finanzleistungen von Kanton und Stadt an die Hochschule, sondern denkt man gesamtwirtschaftlich unter

Einschluss der Finanzströme, die aus dem Unternehmen Hochschule der öffentlichen Hand und der privaten Wirtschaft zufliessen (Steuern, Konsum der Hochschulangehörigen, der Kursteilnehmer und der Tagungsbesucher usw.), aber immer noch ohne Einbezug immaterieller Werte, so ist die Hochschule St. Gallen für Stadt und Kanton ein Nettogewinn. Die kleinste und kostengünstigste Hochschule der Schweiz ist, gemessen an der Zahl der Beschäftigten, das fünftgrösste Unternehmen des Kantons. Ich behaupte nicht, wir seien Wohltäter am St. Galler Volk, aber de facto sind wir nicht nur Nutzniesser, sondern auch ohne altruistische Absichten glückliche und billige Maulesel im Stall von Stadt und Kanton St. Gallen.

Fazit: Der zweite Heuhaufen, der Ergänzungsbau, ist das einzig richtige Futter für den hungerleidenden Esel.

Der Hirsch

Vergleiche hinken, habe ich zu Beginn vorsichtshalber gesagt. Gestatten Sie, dass ich zum Schluss zur Vermeidung jeglicher Missdeutung nochmals auf hinkende Eigenheiten des Vergleichs zwischen Buridans Esel und der Lage unserer Hochschule hinweise.

Johannes Buridan bzw. sein Gewährsmann Aristoteles 7 wollte mit dem Beispiel der Wahl zwischen zwei gleichwertigen Gütern das logische Prinzip der Indifferenz demonstrieren. Unser Anwendungsfall eignet sich indessen überhaupt nicht zur Demonstration des Indifferenzprinzips. Denn im Fall unserer Hochschule handelt es sich nicht um die Wahl zwischen zwei gleich grossen und realen Heuhaufen. Der erste Heuhaufen, das heisst der Numerus clausus, ist gross, und der zweite, das heisst der Ergänzungsbau, ist klein, aber als Nahrung des Esels gerade ausreichend. Der grosse Haufen ist zudem imaginär, der kleine realistisch. Der störrische Esel verweigert das utopische Angebot des grossen Haufens und will partout den kleinen zum Frass. Wir wären in der Tat Esel, würden wir der Alternative des Numerus clausus trauen.

Übrigens ist Buridans Esel nicht authentisch. Wahrscheinlich haben die Gegner Buridans die zoologische Version erfunden.

Sie wollten damit sagen, ein Mensch, der seine Existenz aufs Spiel setzt, weil er sich nicht zwischen zwei Rettungsankern entscheiden kann, sei ein Esel. Das ist aber nicht der Grund, weshalb ich im Titel meiner Ansprache «Buridans Esel» in einem naturwissenschaftlich nicht erklärbaren schöpferischen Akt zu «Buridans Hirsch» mutiert habe. Die Pointe bringt die Auflösung des Problems, dass «Buridans Esel» Entscheidungsträger und Opfer in einem ist, in unserem Anwendungsfall aber die Hochschule, genauer die Qualität der Hochschule das Opfer, die Entscheidungsinstanz aber letztlich das St. Galler Volk ist. Damit aber wird der Vergleich gefährlich. Es ist deshalb ein Gebot der Klugheit, wenn ich aus diplomatischen Erwägungen für die Entscheidungsinstanz eine andere Art aus dem Tierreich wähle, eben den Hirsch. Der Hirsch ist doch nach menschlichem Ermessen ein besonders tüchtiges, angesehenes, würdiges, stolzes, sympathisches, wenn auch etwas furchtsam-zauderndes Tier. Auf das Sonderproblem, dass der Hirsch in der freien Natur ohne menschliche Hilfe kein Heu frisst, will ich nicht eintreten. Es handelt sich eben um einen St. Galler Wildpark-Hirsch.

Von Ignatius soll der Satz stammen: Gebt mir zehn beherzte Männer und wir werden zusammen die Welt verändern. Wenn alle hier anwesenden Frauen und Männer, unser Bundesrat, unsere Kantonsräte, unsere Regierungsräte, unsere Gemeinderäte, unsere Stadträte, unsere Obertoggenburger und alle andern Gäste nicht zu 51 Prozent, sondern zu 100 Prozent für unsern Ergänzungsbau eintreten, dann ist die Sache gelaufen, dann ist die Volksabstimmung gewonnen, dann bleibt der vor dem Aushungern gerettete Esel stehen und dankt den mutigen Hirschen.

Anmerkungen

1 Quaestiones super decem libros Ethicorum Aristotelis ad Nicomacheum, Paris, 1489 (repr. Frankfurt 1966). Quaestiones super octo phisicorum libros Aristotelis, Paris 1509 (repr. Frankfurt 1963). In Mataphysicen Aristotelis quaestiones argutissimae magistri Joannis Buridani, Paris 1518 (repr. Frankfurt 1964). Quaestiones super octo libros Politicorum Aristotelis, Paris 1513 (repr. Frankfurt 1969). Quaestiones super libris quattuor De caelo et mundo, ed. E. A. - Moody, Cambridge Mass. 1942 (repr. New York 1970)

2 Nicholas Rescher: Choice without Preference, A Study of the History and of the Logic of the Problem of «Buridan 's Ass», in: Kant-Studien 51(1959/60), 5. 142-175

3 Compendium totius logicae, Venedig 1499 (repr. Frankfurt 1965)

4 Die Idee der deutschen Universität, Die fünf Grundschriften aus der Zeit ihrer Neugründung durch klassischen Idealismus und romantischen Realismus, Darmstadt 1959

5 Karl Jaspers/Kurt Rottmann: Die Idee der Universität, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1961. Ernst Anrich: Die Idee der deutschen Universität und die Reform der deutschen Universitäten, Darmstadt 1960

6 Karl Jaspers: Rechenschaft und Ausblick, München 1958, S. 238

7 Aristoteles: De caelo II, 13; 295 b 32